Autor: Heidi Hagemann

Fröhliches Siedlerfest am Hesterkampsweg

Das Siedlerfest am Hesterkampsweg war ein voller Erfolg. Die Mitglieder genossen die schöne Abwechslung und freuten sich über ihr selbst organisiertes Zusammentreffen, das natürlich unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygienevorschriften stattgefunden hat. Ob Jung oder älteres Semester – alle vergnügten sich beim geselligen Beisammensein. Allen voran das Organisationsteam. „Wir möchten unsere gute Nachbarschaft pflegen und nach dieser schwierigen Zeit war es einfach nötig, mal die Seele baumeln zu lassen“, sagte Lisa Gärtner, die selbst in der Anlage wohnt und Mitglied des Aufsichtsrates ist. „Gerade zum Anfang der Pandemiezeit haben wir alle persönliche oder wirtschaftliche Einbußen erlitten. Daher hat ein Teil der Anwohner seit März täglich eine Applaus-Aktion auf den Balkonen für die Arbeit der Pflegekräfte initiiert und so auch für höhere Löhne plädiert. Und aus dieser Solidarität hat sich die Idee zu einem Fest entwickelt.“

Ein 12-köpfiges Team hat sich dann um die Vorbereitung und Genehmigung der Veranstaltung gekümmert. Viele Bewohner zeigten sich im Vorfeld begeistert und waren sofort bereit, etwas zu spenden oder zu organisieren, sei es durch Kaffee, Getränke, Kuchen- oder Geldspende und auch Tische, Stühle und Bierbänke. Das zeigt den starken Zusammenhalt und so wurde auf der Veranstaltung direkt beschlossen, eine „Freud- und Leidkasse“ für die Nachbarschaft anzuschaffen.

Auch WBG-Geschäftsführer Christian Hörter kam auf eine Stippvisite und lobte das Engagement: „Wo man sich kennt, da fühlt man sich wohl. Die heutige Veranstaltung ist eine gute Sache für den nachbarschaftlichen Austausch.“ Und dass dieser auch über ein geselliges Beisammensein hinausgehen kann, zeigt auch eine Unterschriftenaktion, welche vom Organisationsteam ins Leben gerufen wurde. „Wir wohnen alle gerne in unserer schönen Arbeitersiedlung, die zu Recht Denkmalschutz genießt. Umso wichtiger ist uns, dass in der Siedlung dringend notwendige Investitionen getätigt werden“, erklärte Lisa Gärtner.

Die Balkone und Treppenhäuser kämen herunter und die Außenbeleuchtung sei nicht mehr zeitgemäß. Zudem seien Maßnahmen zur Schimmelbekämpfung, zum Umweltschutz und zur Energiekostensenkung notwendig. Daher wünschen sich die Siedler eine Versammlung mit dem Vorstand und der Denkmalbehörde, um dann auch weitere Ideen wie Spielmöglichkeiten für Kinder, die Parkplatzsituation oder die Erhöhung der Sicherheit mit Gegensprechanlagen zu diskutieren. Dazu hatten die Siedler den Duisburger Architekten Harald Jochums eingeladen, der eine kurze Rede über mögliche Sanierungsideen hielt und seine Hilfe in puncto Beratung anbot.

Im Gespräch mit der Redaktion lobte Christian Hörter das Engagement und Mitdenken der Bewohner und bedauerte die bürokratischen Hindernisse und längeren Reaktionszeiten seitens der Denkmalbehörde. Hinzu kamen personelle Veränderungen beim Bauordnungsamt, die auch nicht zu einer Beschleunigung beitrugen. „Ich habe aber sehr viel Verständnis für die Forderungen unserer Mitglieder und wir arbeiten bereits an einer Lösung, sagte der Geschäftsführer der WBG Horst.“ „Und selbstverständlich sind wir offen für einen Dialog mit den betroffenen Mitgliedern.“

 

 

VHS: Weiterbildung trotz(t) Corona

Unter besonderen Vorzeichen steht der Start der Volkshochschule Gelsenkirchen in das 2. Semester 2020. Nachdem aufgrund der Corona-Pandemie im Frühjahrssemester ein Großteil der Kurse nicht oder nur verkürzt stattfinden konnte, soll das Herbstsemester Ende August unter möglichst regulären, allerdings an die jeweils geltende Corona-Schutzverordnung des Landes NRW angepassten Bedingungen starten. „In der aktuellen Situation hat die Sicherheit und Gesundheit unserer Teilnehmenden und Lehrkräfte, aber auch der weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volkshochschule oberste Priorität.“, betont Klaus Rostek, Leiter des Referats Bildung der Stadt Gelsenkirchen. „Dennoch freuen wir uns, den Bürgerinnen und Bürgern endlich wieder die teils lang ersehnten Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten zu können.“

Das am 31. August 2020 beginnende Semester beinhaltet eine große Bandbreite an Kursen, Workshops und Veranstaltungen aus Politik und Kultur, beruflicher und schulischer Bildung, Fremdsprachen und Gesundheit sowie Deutsch als Zweitsprache. „Neben vielen bewährten Präsenzangeboten haben wir den Bereich der Online-Veranstaltungen weiter ausgebaut. Eine Vielzahl an hochkarätigen Vorträgen, die vom heimischen Rechner verfolgt werden können, ist ebenso im Programm wie Kurse und Workshops.“, erläutert vhs-Direktor Holger Gruner. „Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie kann es bei den Präsenzveranstaltungen allerdings zu räumlichen oder zeitlichen Veränderungen im Kursgeschehen kommen.“

Das gesamte vhs-Programm ist auf www.vhs-gelsenkirchen.de veröffentlicht, die Programmhefte sind an den bekannten Auslagestellen im Stadtgebiet zu finden. Für alle Angebote der vhs Gelsenkirchen ist eine rechtzeitige, vorherige Anmeldung zwingend erforderlich. Dies gilt auch für entgeltfreie Veranstaltungen und Einzeltermine wie zum Beispiel Vorträge. Anmeldungen werden bis auf Weiteres nur online, schriftlich oder telefonisch entgegengenommen, die vhs-Kasse ist geschlossen. Es finden außerdem keine offenen Sprechstunden statt. Persönliche Beratungen sind telefonisch oder nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Neue App: Gießpaten für Bäume gesucht

Mit der „Baum-App Gelsenkirchen“ präsentieren Gelsendienste und die Stadt Gelsenkirchen ein neues digitales Angebot. Die für Endgeräte mit Android- bzw. iOS-Betriebssystem entwickelte App liefert Informationen zu mehr als 68.000 städtischen Bäumen. Zudem bietet die App die Möglichkeit zur Übernahme von Gießpatenschaften, in deren Rahmen Bürgerinnen und Bürger das Wässern der Bäume in Gelsenkirchen unterstützen können.

Grundlage für die Entwicklung der „Baum-App Gelsenkirchen“ ist das digitale städtische Baumkataster. In diesem sind mit Ausnahme der städtischen Waldflächen alle Bäume im Besitz der Stadt Gelsenkirchen verzeichnet. In der App können die Nutzerinnen und Nutzer auf einer Karte jeden einzelnen Baum anwählen und sich Informationen wie die Baumart, die Höhe und den Stammumfang oder das Pflanzjahr anzeigen lassen.

Gießpatenschaft abschließen und #Regenmachen

Weiter bietet die App die Möglichkeit, eine Gießpatenschaft für einen beliebigen städtischen Baum zu übernehmen. Besonders wichtig ist die regelmäßige Wasserzufuhr bei Jungbäumen, da diese die für die Versorgung wichtigen Feinwurzeln nach dem Pflanzen erst noch vor Ort ausbilden müssen. Aber auch bei älteren Bäumen ist das Gießen aufgrund der durch die Dürre der vergangenen Jahre bis in tiefere Schichten sehr trockenen Böden sinnvoll.

„In den vergangenen beiden Jahren und auch in diesem Frühjahr ist viel zu wenig Niederschlag gefallen“, erläutert Werner Rümping, Bereichsleiter Stadtbildpflege bei Gelsendienste. „Wir freuen uns, wenn Bürgerinnen und Bürger uns beim „Regen machen“ unterstützen möchten und zum Beispiel eine Gießpatenschaft für den Straßenbaum vor ihrer Haustür übernehmen. Pro Baum und Tag ist schon eine Menge von 10 bis 20 Litern Wasser hilfreich.“

„Baum-App Gelsenkirchen“ wird weiterentwickelt

„Bäume sorgen nicht nur für ein schönes Stadtbild, sie sind auch für ein gesundes Stadtklima von herausragender Bedeutung“, so der Ideengeber und für Gelsendienste zuständige Stadtrat Dr. Christopher Schmitt. „Mit der Baum-App machen wir die Daten zum städtischen Bestand nun im Sinne der ,Vernetzten Stadt‘ für alle nutzbar. Auf diese Weise möchten wir Interesse an der ,grünen Lunge‘ von Gelsenkirchen wecken und gleichzeitig zum Mitmachen einladen. Für zukünftige Versionen der App sind bereits weitere Funktionalitäten in Planung.“ Die „Baum-App Gelsenkirchen“ steht im „Google Play Store“ bzw. dem Apple „App Store“ ab sofort zum Download zur Verfügung.

Tipps für das richtige Lüften

Gerade an richtig heißen Tagen kommt es auf die richtige Lüftung in den vier Wänden an. Auch wenn es draußen warm ist, sollte man die Fenster nicht den ganzen Tag über gekippt lassen. Tagsüber ist die Frischluft am wärmsten und damit auch am feuchtesten. Besser ist es, gegen Abend oder Morgen zu lüften, wenn es draußen möglichst kühl ist. Für einen effektiven Luftaustausch sollte man die Fenster weit zum Stoßlüften öffnen. Dies sollte etwa 20 bis 25 Minuten dauern. Je geringer der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen, desto langsamer erfolgt der Luftwechsel. Daher am besten mehrere Fenster und die Zimmertüren in der Wohnung gleichzeitig öffnen. Am besten funktioniert dieses Querlüften, wenn man für Durchzug sorgen kann. Oder, wenn man diese Möglichkeit nicht hat, mit einem Ventilator nachhelfen und den Luftaustausch beschleunigen.

Tipps gegen stickige Räume bei Hitze:

  • Je mehr Sonnenlicht in die Räume gelangt, desto stärker heizen sie sich auf. Tagsüber gilt deshalb nicht nur Fenster zu, sondern auch Rollläden runter.
  • Feuchte Tücher oder Bettlaken vor Fenstern und Türen helfen die Temperatur zu senken: Beim Trocknen wird der Luft Wärme entzogen und die Räume kühlen ab. Ein Ventilator verstärkt den Effekt. Vor allem im Dachgeschoss kann dieser Trick für Entspannung sorgen.
  • Schwere Teppiche, Vorhänge und andere schwere Textilien wirken wie ein Wärmespeicher und sollten deshalb im Sommer verschwinden.
  • Unnötige Elektrogeräte sollten während der heißen Jahreszeit ausgeschaltet bleiben.
  • Ein Ventilator ist eine gute Alternative zum teuren Klimagerät sein. Bewegte Luft fühlt sich nämlich kühler an als stehende Luft und 30°C sind plötzlich gar nicht mehr so schlimm.

 

Beratungs- und Hilfsangebote für Familien

Die Corona-Pandemie sorgt in vielen Lebensbereichen für einen Ausnahmezustand. So ist die gemeinsame Zeit zu Hause auch für Familien nicht immer einfach. Manchmal braucht man einfach jemanden außerhalb der Familie zum Reden oder hat Fragen, die niemand im näheren Umfeld beantworten kann.

Auch Notlagen können sich in diesen Zeiten noch verschärfen. Zahlen aus anderen Ländern legen nahe, dass es zu einem Anstieg der häuslichen Gewalt kommen wird. Zögern Sie nicht, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. Die Stadt Gelsenkirchen informiert darüber auf ihrer Homepage. Dort gibt es Tipps, einen Podcast und Flyer, die man sich herunterladen kann. Ebenso sind dort wichtige Rufnummern zu dem Thema hinterlegt.

Polizei warnt vor Corona-Betrügern

„Fake-Shops“ und „falsche Polizeibeamte“

Kriminelle nutzen die Angst vor dem Corona-Virus momentan auf vielfältige Weise aus. Dies teilt die Polizei NRW mit. Auf Fake-Shops bieten sie medizinische Geräte und Atemschutzmasken an, die Kunden nie erhalten. Oder sie geben sich als infizierte Angehörige aus, um Geld bei ihren Opfern zu erschleichen. In der neuen Variante geben sie sich als Amtspersonen aus, die vor allem bei älteren Menschen Tests auf das Covid-19-Virus durchführen wollten. Tatsache ist: Es werden keine unangemeldeten Corona-Tests an der Haustür durchgeführt!

Vorsicht vor Personen, die Corona-Tests durchführen wollen:

  • Werden Sie telefonisch dazu aufgefordert kostenpflichtige Tests durchzuführen, legen Sie auf. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt und fragen Sie danach, ob für Sie ein Test angeordnet wurde.
  • Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
  • Übergeben Sie kein Geld an vermeintliche Tester an Ihrer Haustür. Lassen Sie sich auch durch Drohungen nicht verunsichern.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe. Bei akuter Bedrohung rufen Sie die Polizei unter 110.
  • Melden Sie solche Vorfälle Ihrer Polizei.

Weitere wichtige Informationen finden Sie hier.

Foto: Adobe Stock Polizei NRW

Nachbarschaftliche Hilfe während der Corona-Krise

Nachbarschaftliche Hilfe:

Die Unterstützung durch nachbarschaftliche Hilfe läuft auch in Gelsenkirchen auf Hochtouren. Die anhaltende Corona-Pandemie schränkt den Alltag vieler Bürger in Gelsenkirchen ein. Die Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen e.V. hat Nachbarschaftshilfen für die besonders gefährdeten Gruppen organisiert.

Hilfebedarfe können sein:

  • Einkäufe
  • Apothekengänge
  • Hund ausführen
  • Botengänge (z. B. Post)
  • Telefonischer Besuchsdienst

Die Ehrenamtsagentur will stadtteilbezogen Menschen eine Hilfestellung geben, an wen sie sich in ihrem Umfeld wenden können, wenn sie Hilfe anbieten möchten oder selber Hilfe brauchen. Ab sofort können sich ehrenamtliche Helfer melden, die gern unterstützen wollen. Natürlich können sich auch ältere Menschen und chronisch Kranke, die allein nicht klar kommen melden. Auf der Internetseite „ehrenamt.gelsenkirchen.de“ sind entsprechende Online-Formulare hinterlegt. Die Ehrenamtsagentur ist auch telefonisch unter der Rufnummer 0209/179893 – 0 zu erreichen oder per E-Mail an ehrenamtsagentur@gelsenkirchen.de. Organisationen und Unterstützer in den Stadtteilen können vor Ort mithelfen. Auch diese sollten sich bei der Ehrenamtsagentur melden, wenn sie als Stützpunkt vor Ort mithelfen wollen.

Hilfen im Alltag wie z.B. Einkaufshilfen, Hund ausführen, Telefonate erledigen und weiteres, das bietet auch die AWO im Quartierszentrum Feldmark an. Ansprechpartner ist Thomas Wördemann, er ist erreichbar unter Telefon 0209/60483-15 oder 0177-1445149 und per E-Mail unter thomas.wördemann@awo-gelsenkirchen.de

 

Allgemeine Informationen zum Thema Corona

  • Verdacht auf eine Corona Infektion:

Corona-Hotline: 0209 169-5000

 

  • Verstöße gegen die geltenden Verordnungen:

Leitstelle für Sicherheit und Ordnung: 0209/169-3000 oder online: leitstelle-sicherheitundordnung@gelsenkirchen.de

 

  • Generationennetz: www.generationennetz-ge.de

Ansprechpartnerin ist Nina Witzel, errerichbar unter Telefon 0209/169-5432 oder nina.witzel@gelsenkirchen.de

 

  • Seniorentelefon:

Haben Sie Lust auf ein Gespräch? Möchten Sie einmal mit jemandem reden können? Die Seniorenvertreterinnen/Nachbarschaftsstifter (SeNa) leihen Ihnen gerne ein Ohr. Melden Sie sich bei der SeNa Feldmark. Dort ist Christa Tüllmann unter Telefon 0209/4083717 für Sie erreichbar.

 

  • Sonstige Angebote und Hilfsaufrufe:

Kirche St. Antonius:

Die Amigonianer laden ein, ein Licht der Hoffnung anzuzünden. Die Kirche ist geöffnet Mo.-Do. von 10-12 und Fr. von 17-18 Uhr. Wem es zu riskant ist selbst ein Licht anzuzünden, kann gerne anrufen unter 0209/493583 oder eine E-Mail schreiben an katja.schrader@amigonianer.org, dann wird dies von den Amigonianern übernommen. Auf Wusch erhalten sie ein Bild per Email.

Mit diesen Tipps wird der Garten frühlingsfit

Mit den ersten warmen Temperaturen erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Mit diesen Tipps wird der Garten frühlingsfit:

Gut vorbereiten

Ein erster Check verrät: Welche Pflanzen haben den vergangenen Herbst und Winter überlebt? Gut hinschauen: Nicht alles ist tot, nur weil es auf den ersten Blick so aussieht. Bambus etwa rollt sich bei Frost zusammen und kommt mit viel Wasser wieder zu Kräften. Kontrollieren Sie zudem Ihre Beete auf hochgefrorene Pflanzen, deren Boden Sie leicht andrücken sollten. Wer jetzt Unkraut und Schnecken beseitigt, spart sich in den nächsten Wochen viel Arbeit.

Erst Umgraben, dann ruhen lassen

Man sollte – sofern nicht schon im Herbst geschehen – die Beete im Frühling umgraben. Besonders wichtig ist das bei schweren Böden mit einem hohen Lehm- und Tongehalt. Dann die Erde glatt harken, Steine und weiteres Unkraut entfernen. Danach den Boden vor der Neubepflanzung ruhen lassen. So gelangen wichtige Mikroorganismen wieder an die Oberfläche.

Erste Aussaat ab Anfang März

Eine Aussaat sorgt schon ab Anfang März für schöne Blumen und Gemüse im heimischen Garten. Achten Sie aber auf den angegeben Mindestabstand zwischen den Samen und benutzen Sie Blumenerde von guter Qualität. Nachfolgend die Samen mit etwas Erde bedecken, die Stellen andrücken und mit einer Gießkanne mit Brauseaufsatz wässern.

Pflanzen zurückschneiden

Stauden, die im Frühling schon recht groß sind, wachsen im Laufe des Jahres nur noch weiter. Verschaffen Sie daher den umliegenden Pflanzen mit einer Gartenschere mehr Licht und Raum. Schneiden Sie ruhig großzügig ab: Sie werden mit einem starken Wachstum und einer guten Blüte belohnt. Der Frühling ist zudem ideal, um mehrjährige Kräuter wie Lavendel und Rosmarin oder auch Rosen zurückzuschneiden. Der Boden sollte dafür aber trocken sein.

Gemüse für den Nutzgarten

Kümmern Sie sich nun um Ihren Nutzgarten: Lockern Sie den Boden auf, entfernen Sie unnötiges Laub und störendes Unkraut. Anschließend düngen Sie die Beete, sofern Sie es noch nicht im Herbst getan haben und breiten Sie eine dunkle Folie auf dem kalten Boden des Beets aus. So stellen Sie sicher, dass die Erde für die Aussaat vorgewärmt wird, denn die Folie speichert die Sonnenwärme und gibt diese an den Boden weiter. So können Sie bei frostfreiem Wetter im Frühling Brokkoli, Porree, Zwiebeln, Erbsen, Spinat & Co. einsäen.

Frühblüher sorgen für Farbakzente

Gladiolen, Dahlien und Lilien kann man problemlos einpflanzen, nachdem die Sauerkirsche geblüht hat. Tulpen, Iris, Stiefmütterchen, Krokusse oder Mini-Narzisse sind typische Frühblüher. Balkon- und Kübelpflanzen, die drinnen überwintert haben, sollten erst Mitte Mai ihren Weg zurück nach draußen finden.

Pflanzen und Gartenboden richtig düngen

Gartenpflanzen brauchen im Frühling Dünger. Stauden, Rosen und Rhododendren sollten am besten im April gedüngt werden. Langzeitdünger ist für Pflanzen geeignet, die Blüten oder Früchte entwickeln. Doch allgemein gilt: Jede Pflanze und auch jeder Gartenboden hat andere Bedürfnisse. Informieren Sie sich also vorab, welcher Dünger in Ihrem Fall richtig ist. Achten Sie dabei auf den natürlichen Nährstoffgehalt und den pH-Wert.

Neue Tourplanung für Restmüll verzögert sich

Der Abfallbetrieb GELSENDIENSTE arbeitet derzeit an einer neuen Tourplanung für die Leerung der grauen Tonnen. Ursprünglich war vorgesehen, dass dies Anfang März umgesetzt wird. Wie sich nun herausgestellt hat, wird für die Überarbeitung der Abfuhrtermine für die insgesamt rund 61.000 Abfallbehälter jedoch mehr Zeit benötigt. Die Änderung der Sammelrouten muss daher verschoben werden.

Somit behalten die gewohnten Wochentage für die Leerung der grauen Tonnen bis auf weiteres ihre Gültigkeit. In diesem Zusammenhang weist GELSENDIENSTE darauf hin, dass die aktuellen Termine der Müllabfuhr in Gelsenkirchen jederzeit online unter www.gelsendienste.de/abfallkalender abgefragt werden können.

Zudem lässt sich auf der Website für jede Adresse ein individueller Abfallkalender zum Ausdrucken herunterladen. Ebenso können die Daten für elektronische Terminplaner exportiert oder eine automatische Erinnerung per E-Mail beauftragt werden.

Weitere Auskunft dazu gibt es telefonisch unter 0209/95420 (Mo-Fr, 8-18 Uhr)

Zum Hintergrund: Warum ist die neue Tourenplanung erforderlich?

Wie GELSENDIENSTE schriftlich mitteilt, ist die Planung der Sammeltouren von vielen Faktoren abhängig. So zum Beispiel von der Entwicklung der Abfallmengen oder Änderungen der technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Während sich einzelne Änderungen zumeist innerhalb der bestehenden Routen berücksichtigen lassen, ist zur Optimierung der Touren in größeren zeitlichen Abständen eine komplette Neuplanung erforderlich.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Abfallsammlung möglichst wirtschaftlich erfolgt. Die optimierte Tourenplanung trägt somit dazu bei, die Gebühren für die Abfallentsorgung in Gelsenkirchen auch weiterhin auf einem im Vergleich mit anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen sehr günstigem Niveau zu halten.

Lecker schlemmen in der „Scheune Lahrshof“

Es riecht verführerisch nach Fisch, aber es ist leider zu spät. „Alles ausverkauft!“ Köchin Gabi Schumacher ist zufrieden, es hat allen Gästen geschmeckt. Jetzt geht es nur noch ans Aufräumen der Küche, dann ist Wochenende. Das Stadtteilcafé „Scheune Lahrshof“ in Bismarck ist sehr beliebt.

Auch die Polizisten aus dem Quartier oder Anwohner, Lehrer und Berufstätige stärken sich hier mittags mit einer günstigen Mahlzeit. Gekochtes Kalbs-Tafelspitz, Wirsingpfanne mit Kapern und Hackbällchen, Hähnchenschnitzel auf Rahmspitzkohl oder Gemüsecurry in einer cremigen Kokos-Limetten-Sauce stehen zum Beispiel auf der Wochenkarte.

Immer mittags von 11.30 bis 14.00 gibt es deftige, saisonale und regionale Kost. „Bei der Auswahl legen wir natürlich großen Wert auf frische Produkte“, erklärt Gabi Schumacher. Das Café dient nicht nur als Treffpunkt für die Menschen im Stadtteil Bismarck, sondern bietet arbeitslosen Menschen im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten und anderen Arbeitsmarktprojekten die Möglichkeit, Theorie und Praxis der Hauswirtschaft zu lernen.

Denn ob Zubereitung von Speisen, Vorbereitung von Räumen und Tischen oder die Bedienung der Gäste: „Die Bewirtschaftung des Cafés und alle damit verbunden Aufgaben werden durch die Teilnehmer*innen des Projektes der Jugendberufshilfe übernommen. Dies soll den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern, einen Einblick ins Berufsleben ermöglichen und auch Erkenntnisse gewinnen, was einem liegt und was nicht“, erklärt Gabi Schumacher.

Bis April 2020 leitet die gelernte Köchin das Projekt mit Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr. Sie hat bereits Erfahrung mit berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, die Verbindung von Unterrichten und Kontakt zu Gästen gefällt ihr besonders gut. Und so hat es die gebürtige Niedersächsin den Pott verschlagen.

Die Teilnehmer*innen sind begeistert von der Maßnahme und arbeiten mit großer Motivation im Team von Gabi Schumacher. „Ich bin sehr gerne hier und es herrscht eine tolle Atmosphäre zwischen den Gästen und dem Team, aber auch untereinander mit den Kollegen. Ich arbeite gerne im Service das macht mir Spaß“, sagt Sabrina Merkel. Die 38-Jährige arbeitet zum ersten Mal in der Gastro, ebenso wie ihre Kolleginnen. „Ich freue mich, dass ich hier mit wissbegierigen Köpfen zusammen arbeiten kann. Das meiste entscheiden wir im Team, da steht die Essensplanung natürlich im Mittelpunkt. Ich gebe den kreativen Anstoß dazu“, erläutert Gabi Schumacher.

  • Bis ins 19. Jahrhundert reicht die Geschichte des Lahrshofs zurück.
  • Das Fachwerkgebäude ist seit 1997 in städtischem Besitz.
  • Im Rahmen des Stadtteilprogramms Bismarck/Schalke Nord wurde der ehemalige Stall umgebaut.
  • Der zum Teil denkmalgeschützte Lahrshof war früher Gesundheitshaus und Kindergarten der Zeche Consolidation, kam 2011 unter die Abrissbirne.
  • Bei der Sanierung des Fachwerkhauses hatte sich herausgestellt, dass die Substanz nicht zu retten war. Auf dem ehemaligen Bauernhof ist heute eine Kita beheimatet.

Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr, freitags bis 14 Uhr. Auf Vorbestellung kann dort auch gefrühstückt werden.

BU: Köchin Gabi Schumacher (2.v.r.) mit ihrem Team: Alexandra Rabe (li.), Anna Sliwa und Sabrina Merkel (re.). Foto: Henning Hagemann

Wohnungsbaugenossenschaft Horst e.G.
Harthorststr. 6a
45899 Gelsenkirchen-Horst

www.wbg-horst.de