Autor: Heidi Hagemann

Polizei warnt vor Corona-Betrügern

„Fake-Shops“ und „falsche Polizeibeamte“

Kriminelle nutzen die Angst vor dem Corona-Virus momentan auf vielfältige Weise aus. Dies teilt die Polizei NRW mit. Auf Fake-Shops bieten sie medizinische Geräte und Atemschutzmasken an, die Kunden nie erhalten. Oder sie geben sich als infizierte Angehörige aus, um Geld bei ihren Opfern zu erschleichen. In der neuen Variante geben sie sich als Amtspersonen aus, die vor allem bei älteren Menschen Tests auf das Covid-19-Virus durchführen wollten. Tatsache ist: Es werden keine unangemeldeten Corona-Tests an der Haustür durchgeführt!

Vorsicht vor Personen, die Corona-Tests durchführen wollen:

  • Werden Sie telefonisch dazu aufgefordert kostenpflichtige Tests durchzuführen, legen Sie auf. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt und fragen Sie danach, ob für Sie ein Test angeordnet wurde.
  • Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
  • Übergeben Sie kein Geld an vermeintliche Tester an Ihrer Haustür. Lassen Sie sich auch durch Drohungen nicht verunsichern.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe. Bei akuter Bedrohung rufen Sie die Polizei unter 110.
  • Melden Sie solche Vorfälle Ihrer Polizei.

Weitere wichtige Informationen finden Sie hier.

Foto: Adobe Stock Polizei NRW

Hilfe während der Corona-Krise

Nachbarschaftliche Hilfe:

Die Unterstützung durch nachbarschaftliche Hilfe läuft auch in Gelsenkirchen auf Hochtouren. Die anhaltende Corona-Pandemie schränkt den Alltag vieler Bürger in Gelsenkirchen ein. Die Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen e.V. hat Nachbarschaftshilfen für die besonders gefährdeten Gruppen organisiert.

Hilfebedarfe können sein:

  • Einkäufe
  • Apothekengänge
  • Hund ausführen
  • Botengänge (z. B. Post)
  • Telefonischer Besuchsdienst

Die Ehrenamtsagentur will stadtteilbezogen Menschen eine Hilfestellung geben, an wen sie sich in ihrem Umfeld wenden können, wenn sie Hilfe anbieten möchten oder selber Hilfe brauchen. Ab sofort können sich ehrenamtliche Helfer melden, die gern unterstützen wollen. Natürlich können sich auch ältere Menschen und chronisch Kranke, die allein nicht klar kommen melden. Auf der Internetseite „ehrenamt.gelsenkirchen.de“ sind entsprechende Online-Formulare hinterlegt. Die Ehrenamtsagentur ist auch telefonisch unter der Rufnummer 0209/179893 – 0 zu erreichen oder per E-Mail an ehrenamtsagentur@gelsenkirchen.de. Organisationen und Unterstützer in den Stadtteilen können vor Ort mithelfen. Auch diese sollten sich bei der Ehrenamtsagentur melden, wenn sie als Stützpunkt vor Ort mithelfen wollen.

Hilfen im Alltag wie z.B. Einkaufshilfen, Hund ausführen, Telefonate erledigen und weiteres, das bietet auch die AWO im Quartierszentrum Feldmark an. Ansprechpartner ist Thomas Wördemann, er ist erreichbar unter Telefon 0209/60483-15 oder 0177-1445149 und per E-Mail unter thomas.wördemann@awo-gelsenkirchen.de

 

Allgemeine Informationen zum Thema Corona

  • Verdacht auf eine Corona Infektion:

Corona-Hotline: 0209 169-5000

 

  • Verstöße gegen die geltenden Verordnungen:

Leitstelle für Sicherheit und Ordnung: 0209/169-3000 oder online: leitstelle-sicherheitundordnung@gelsenkirchen.de

 

  • Generationennetz: www.generationennetz-ge.de

Ansprechpartnerin ist Nina Witzel, errerichbar unter Telefon 0209/169-5432 oder nina.witzel@gelsenkirchen.de

 

  • Seniorentelefon:

Haben Sie Lust auf ein Gespräch? Möchten Sie einmal mit jemandem reden können? Die Seniorenvertreterinnen/Nachbarschaftsstifter (SeNa) leihen Ihnen gerne ein Ohr. Melden Sie sich bei der SeNa Feldmark. Dort ist Christa Tüllmann unter Telefon 0209/4083717 für Sie erreichbar.

 

  • Sonstige Angebote und Hilfsaufrufe:

Kirche St. Antonius:

Die Amigonianer laden ein, ein Licht der Hoffnung anzuzünden. Die Kirche ist geöffnet Mo.-Do. von 10-12 und Fr. von 17-18 Uhr. Wem es zu riskant ist selbst ein Licht anzuzünden, kann gerne anrufen unter 0209/493583 oder eine E-Mail schreiben an katja.schrader@amigonianer.org, dann wird dies von den Amigonianern übernommen. Auf Wusch erhalten sie ein Bild per Email.

Mit diesen Tipps wird der Garten frühlingsfit

Mit den ersten warmen Temperaturen erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Mit diesen Tipps wird der Garten frühlingsfit:

Gut vorbereiten

Ein erster Check verrät: Welche Pflanzen haben den vergangenen Herbst und Winter überlebt? Gut hinschauen: Nicht alles ist tot, nur weil es auf den ersten Blick so aussieht. Bambus etwa rollt sich bei Frost zusammen und kommt mit viel Wasser wieder zu Kräften. Kontrollieren Sie zudem Ihre Beete auf hochgefrorene Pflanzen, deren Boden Sie leicht andrücken sollten. Wer jetzt Unkraut und Schnecken beseitigt, spart sich in den nächsten Wochen viel Arbeit.

Erst Umgraben, dann ruhen lassen

Man sollte – sofern nicht schon im Herbst geschehen – die Beete im Frühling umgraben. Besonders wichtig ist das bei schweren Böden mit einem hohen Lehm- und Tongehalt. Dann die Erde glatt harken, Steine und weiteres Unkraut entfernen. Danach den Boden vor der Neubepflanzung ruhen lassen. So gelangen wichtige Mikroorganismen wieder an die Oberfläche.

Erste Aussaat ab Anfang März

Eine Aussaat sorgt schon ab Anfang März für schöne Blumen und Gemüse im heimischen Garten. Achten Sie aber auf den angegeben Mindestabstand zwischen den Samen und benutzen Sie Blumenerde von guter Qualität. Nachfolgend die Samen mit etwas Erde bedecken, die Stellen andrücken und mit einer Gießkanne mit Brauseaufsatz wässern.

Pflanzen zurückschneiden

Stauden, die im Frühling schon recht groß sind, wachsen im Laufe des Jahres nur noch weiter. Verschaffen Sie daher den umliegenden Pflanzen mit einer Gartenschere mehr Licht und Raum. Schneiden Sie ruhig großzügig ab: Sie werden mit einem starken Wachstum und einer guten Blüte belohnt. Der Frühling ist zudem ideal, um mehrjährige Kräuter wie Lavendel und Rosmarin oder auch Rosen zurückzuschneiden. Der Boden sollte dafür aber trocken sein.

Gemüse für den Nutzgarten

Kümmern Sie sich nun um Ihren Nutzgarten: Lockern Sie den Boden auf, entfernen Sie unnötiges Laub und störendes Unkraut. Anschließend düngen Sie die Beete, sofern Sie es noch nicht im Herbst getan haben und breiten Sie eine dunkle Folie auf dem kalten Boden des Beets aus. So stellen Sie sicher, dass die Erde für die Aussaat vorgewärmt wird, denn die Folie speichert die Sonnenwärme und gibt diese an den Boden weiter. So können Sie bei frostfreiem Wetter im Frühling Brokkoli, Porree, Zwiebeln, Erbsen, Spinat & Co. einsäen.

Frühblüher sorgen für Farbakzente

Gladiolen, Dahlien und Lilien kann man problemlos einpflanzen, nachdem die Sauerkirsche geblüht hat. Tulpen, Iris, Stiefmütterchen, Krokusse oder Mini-Narzisse sind typische Frühblüher. Balkon- und Kübelpflanzen, die drinnen überwintert haben, sollten erst Mitte Mai ihren Weg zurück nach draußen finden.

Pflanzen und Gartenboden richtig düngen

Gartenpflanzen brauchen im Frühling Dünger. Stauden, Rosen und Rhododendren sollten am besten im April gedüngt werden. Langzeitdünger ist für Pflanzen geeignet, die Blüten oder Früchte entwickeln. Doch allgemein gilt: Jede Pflanze und auch jeder Gartenboden hat andere Bedürfnisse. Informieren Sie sich also vorab, welcher Dünger in Ihrem Fall richtig ist. Achten Sie dabei auf den natürlichen Nährstoffgehalt und den pH-Wert.

Neue Tourplanung für Restmüll verzögert sich

Der Abfallbetrieb GELSENDIENSTE arbeitet derzeit an einer neuen Tourplanung für die Leerung der grauen Tonnen. Ursprünglich war vorgesehen, dass dies Anfang März umgesetzt wird. Wie sich nun herausgestellt hat, wird für die Überarbeitung der Abfuhrtermine für die insgesamt rund 61.000 Abfallbehälter jedoch mehr Zeit benötigt. Die Änderung der Sammelrouten muss daher verschoben werden.

Somit behalten die gewohnten Wochentage für die Leerung der grauen Tonnen bis auf weiteres ihre Gültigkeit. In diesem Zusammenhang weist GELSENDIENSTE darauf hin, dass die aktuellen Termine der Müllabfuhr in Gelsenkirchen jederzeit online unter www.gelsendienste.de/abfallkalender abgefragt werden können.

Zudem lässt sich auf der Website für jede Adresse ein individueller Abfallkalender zum Ausdrucken herunterladen. Ebenso können die Daten für elektronische Terminplaner exportiert oder eine automatische Erinnerung per E-Mail beauftragt werden.

Weitere Auskunft dazu gibt es telefonisch unter 0209/95420 (Mo-Fr, 8-18 Uhr)

Zum Hintergrund: Warum ist die neue Tourenplanung erforderlich?

Wie GELSENDIENSTE schriftlich mitteilt, ist die Planung der Sammeltouren von vielen Faktoren abhängig. So zum Beispiel von der Entwicklung der Abfallmengen oder Änderungen der technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Während sich einzelne Änderungen zumeist innerhalb der bestehenden Routen berücksichtigen lassen, ist zur Optimierung der Touren in größeren zeitlichen Abständen eine komplette Neuplanung erforderlich.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Abfallsammlung möglichst wirtschaftlich erfolgt. Die optimierte Tourenplanung trägt somit dazu bei, die Gebühren für die Abfallentsorgung in Gelsenkirchen auch weiterhin auf einem im Vergleich mit anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen sehr günstigem Niveau zu halten.

Lecker schlemmen in der „Scheune Lahrshof“

Es riecht verführerisch nach Fisch, aber es ist leider zu spät. „Alles ausverkauft!“ Köchin Gabi Schumacher ist zufrieden, es hat allen Gästen geschmeckt. Jetzt geht es nur noch ans Aufräumen der Küche, dann ist Wochenende. Das Stadtteilcafé „Scheune Lahrshof“ in Bismarck ist sehr beliebt.

Auch die Polizisten aus dem Quartier oder Anwohner, Lehrer und Berufstätige stärken sich hier mittags mit einer günstigen Mahlzeit. Gekochtes Kalbs-Tafelspitz, Wirsingpfanne mit Kapern und Hackbällchen, Hähnchenschnitzel auf Rahmspitzkohl oder Gemüsecurry in einer cremigen Kokos-Limetten-Sauce stehen zum Beispiel auf der Wochenkarte.

Immer mittags von 11.30 bis 14.00 gibt es deftige, saisonale und regionale Kost. „Bei der Auswahl legen wir natürlich großen Wert auf frische Produkte“, erklärt Gabi Schumacher. Das Café dient nicht nur als Treffpunkt für die Menschen im Stadtteil Bismarck, sondern bietet arbeitslosen Menschen im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten und anderen Arbeitsmarktprojekten die Möglichkeit, Theorie und Praxis der Hauswirtschaft zu lernen.

Denn ob Zubereitung von Speisen, Vorbereitung von Räumen und Tischen oder die Bedienung der Gäste: „Die Bewirtschaftung des Cafés und alle damit verbunden Aufgaben werden durch die Teilnehmer*innen des Projektes der Jugendberufshilfe übernommen. Dies soll den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern, einen Einblick ins Berufsleben ermöglichen und auch Erkenntnisse gewinnen, was einem liegt und was nicht“, erklärt Gabi Schumacher.

Bis April 2020 leitet die gelernte Köchin das Projekt mit Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr. Sie hat bereits Erfahrung mit berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, die Verbindung von Unterrichten und Kontakt zu Gästen gefällt ihr besonders gut. Und so hat es die gebürtige Niedersächsin den Pott verschlagen.

Die Teilnehmer*innen sind begeistert von der Maßnahme und arbeiten mit großer Motivation im Team von Gabi Schumacher. „Ich bin sehr gerne hier und es herrscht eine tolle Atmosphäre zwischen den Gästen und dem Team, aber auch untereinander mit den Kollegen. Ich arbeite gerne im Service das macht mir Spaß“, sagt Sabrina Merkel. Die 38-Jährige arbeitet zum ersten Mal in der Gastro, ebenso wie ihre Kolleginnen. „Ich freue mich, dass ich hier mit wissbegierigen Köpfen zusammen arbeiten kann. Das meiste entscheiden wir im Team, da steht die Essensplanung natürlich im Mittelpunkt. Ich gebe den kreativen Anstoß dazu“, erläutert Gabi Schumacher.

  • Bis ins 19. Jahrhundert reicht die Geschichte des Lahrshofs zurück.
  • Das Fachwerkgebäude ist seit 1997 in städtischem Besitz.
  • Im Rahmen des Stadtteilprogramms Bismarck/Schalke Nord wurde der ehemalige Stall umgebaut.
  • Der zum Teil denkmalgeschützte Lahrshof war früher Gesundheitshaus und Kindergarten der Zeche Consolidation, kam 2011 unter die Abrissbirne.
  • Bei der Sanierung des Fachwerkhauses hatte sich herausgestellt, dass die Substanz nicht zu retten war. Auf dem ehemaligen Bauernhof ist heute eine Kita beheimatet.

Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr, freitags bis 14 Uhr. Auf Vorbestellung kann dort auch gefrühstückt werden.

BU: Köchin Gabi Schumacher (2.v.r.) mit ihrem Team: Alexandra Rabe (li.), Anna Sliwa und Sabrina Merkel (re.). Foto: Henning Hagemann

Achtung vor dem falschen Polizisten

Ein ganz fieser Trick, nicht neu, aber klappt immer noch prächtig: Als „falsche Polizisten“ machen Banden bundesweit reiche Beute.

In NRW stiegen die Fallzahlen zuletzt sogar deutlich an. „Ältere Menschen erhalten Anrufe von Unbekannten, die sich als Polizisten ausgeben und die Nummer örtlicher Polizeidienststellen, des Bundeskriminalamtes oder die 110 mit einer Vorwahl im Telefon erscheinen lassen.

Die Anrufer erzählen überzeugende Geschichten über aktuelle Straftaten und fordern die Opfer zum vermeintlichen Schutz ihres Eigentums auf, Geld oder Wertgegenstände auszuhändigen“, erläutert Marion Rochel vom Polizeipräsidium Gelsenkirchen.

Daher schärft die Polizistin ein: „Falls Sie in Ihrem Telefon die Rufnummer 110 ggf. mit einer Vorwahl  sehen, dann ist dies kein Anruf der Polizei.“ Weiteres dazu gibt es bei der Abteilung Kriminalprävention/Opferschutz unter Telefon 0209-365-8422. Die Mitarbeiter bieten auch Vorträge zum Thema Seniorenprävention an.

Tipps für Bürger*innen:

  • Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Rufnummer 110 in Ihrem Telefondisplay.
  • Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamter aus, lassen Sie sich den Namen nennen und wählen Sie selbst die 110. Schildern Sie der Polizei den Sachverhalt. Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.
  • Öffnen Sie unbekannten Personen niemals die Tür oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
  • Übergeben Sie unbekannten Personen NIEMALS Geld oder Wertsachen, auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeiter*innen der Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.
  • Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, melden sie es sofort der Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.

 

Ampeln mit Grubenmännchen erinnern an Bergleute

Die Grubenmännchen der Ampel an der Rotthauser Straße haben die Testphase bestanden. Grünes Licht nun für weitere Ampeln, deren rote und grüne Grubenmännchen nebst Grubenlampe an die Bergbautradition der Stadt erinnern. Seit dem 20. September sind vier weitere Bergbauampeln in Betrieb.

Die Standorte im Einzelnen:

Eine Informationstafel an der Ecke Frankampstraße/An der Gräfte erinnert an die Zeche Graf Bismarck und ihre Schachtanlagen 3/5 in Gelsenkirchen-Erle. Die Infotafel zählt zu den Erinnerungsorten der Stadt, mit denen an verschiedenen Orten im Stadtgebiet zentrale Ereignisse und Entwicklungen exemplarisch dargestellt werden.

Am Standort der Bergbauampel Ecke Düppelstraße/Horster Straße liegt entlang der Düppelstraße die Schüngelbergsiedlung, die für Bergleute der Zeche Hugo in Buer errichtet wurde. Auch der Förderturm des Schachtes 2 erinnert an die buersche Zeche.

In Sichtweite der ehemaligen Zeche Nordstern in Horst versehen Grubenmännchen der Ampel an der Ecke Zum Bauverein/Sandstraße ihren Dienst. Der Landschaftspark rund um den Förderturm der Zeche lockt jährlich bis zu 500.000 Besucherinnen und Besucher. Die Ausstellung „Wandel is immer“ im Nordsternturm zeigt die wechselvolle Geschichte der Zeche Nordstern.

Die vierte neue Ampelanlage mit Grubenmännchen steht an der Ecke Consolstraße/Bismarckstraße in Höhe des Consoltheaters. In der Nacht strahlen dort die Grubenmännchen und das Kunstwerk Consol.Gelb am Förderturm der ehemaligen Zeche Consolidation um die Wette strahlen. Auf der Zeche Consolidation kommen die Bergbau- und Fußballtradition Gelsenkirchens zusammen. Der erste Schalke-Präsident, Fritz Unkel, arbeitete als Materialverwalter auf Consolidation. Der Bauzeichner der Zeche, Fritz Lader, fertigte die Pläne für die Glückauf-Kampfbahn.

Die „Pilotanlage“ an der Rotthauser Straße erinnert an die durch die Zeche Dahlbusch begründete Bergbautradition. Bundesweit bekannt wurde die Zeche durch die sogenannte Dahlbuschbombe. Eine „Bombe“, die nicht Leben zerstörte, sondern rettete. Die Stahlkapsel wurde auf Dahlbusch entwickelt, um nach einem Grubenunglück auf der Zeche im Jahr 1955 eingeschlossene Bergleute zu retten. Der Dahlbuschbombe ähnliche Geräte kamen danach weltweit zum Einsatz.

 

Feldmarker Bücherschrank wird gut angenommen

Seit dem 16. August steht der öffentliche Feldmarker Bücherschrank an der Feldmarkstr. 122. Es gibt mehrere Paten, die sich um den Schrank kümmern.

Bereits in der ersten Woche wurde er gut angenommen. Viele Interessierte haben Bücher mitgenommen und nach dem Zeitungsbericht in WAZ und Stadtspiegel haben sich bereits einige Mitstreiter gemeldet, die Bücher spenden oder als Paten fungieren wollen.

Jeder darf seine Bücher dort einstellen. Die Bücher sollten in gutem Zustand und nicht zu alt sowie keine religiösen oder politischen Schriften sein. Auch Werbeflyer oder Plakate sollten bitte nicht im Schrank ausgelegt oder gehängt werden.

Ansprechpartnerin für den Bücherschrank ist Marion Kleinert vom Runden Tisch.

Foto: Runder Tisch Feldmark

Urkunde gegen „schwarze Schafe“

Eine Urkunde, die sie als „Mitglied der Wohnungswirtschaft im Westen“ ausweist, erhielt die Wohnungsbaugenossenschaft Horst jetzt vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW).

Axel Gedaschko, Präsident des GdW, möchte mit diesen Urkunden für seine Mitglieder „uns als Wohnungswirtschaft offensiv von den Marktteilnehmern abgrenzen, die sich außerhalb der Regeln bewegen und die Marktknappheit in Bezug auf Wohnraum ausnutzen.“

Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes seien „verantwortungsvolle, sozial orientierte Vermieter“, meinte dessen Präsident und bezog dabei ausdrücklich den Schalker Bauverein mit ein, der zum Gelsenkirchen-Wattenscheider Genossenschafts-Verbund „gut & sicher wohnen“ gehört.

„Wir sind diejenigen, die bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung bauen und bewirtschaften. Wir sind diejenigen, die auch Menschen mit geringem Einkommen ein Zuhause geben, sich um Nachbarschaft und Integration kümmern und Heimat schaffen“, betonte Axel Gedaschko.

Der Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Horst um Christian Hörter, Torsten Cunz und Thomas Kessel begrüßte die Aktion des Bundesverbandes ausdrücklich: „Wohnungsgenossenschaften sind Einrichtungen mit besonderem Charakter. Durch den Kauf von Anteilen wird jedes Mitglied Miteigentümer des genossenschaftlichen Wohnungsbestandes. Demzufolge erhält man nicht nur Wohnraum, sondern auch ein lebenslanges Wohnrecht.“

Wohnungsgenossenschaften spekulieren nicht mit ihrem Wohnungsbestand, denn ihr satzungsgemäßes Ziel ist es nicht, möglichst viel Gewinn zu erzielen.

Vielmehr ist das Interesse ihrer Mitglieder die Schaffung und vor allem der langfristige und nachhaltige Erhalt von Wohnraum. Dazu gehört, dass sie jedes Jahr überdurchschnittlich viel in die Modernisierung und die Renovierung investieren.

Änderungen seit dem 1. Juli für die Bürger (Teil 2)

Neue Frist für Steuererklärungen ist der 31. Juli

Bislang musste der Verbraucher selbst verfasste Steuererklärungen bis zum 31. Mai abgeben. Seit 2019 gibt es dafür zwei Monate länger Zeit. Das bedeutet, Formulare und Unterlagen für das zurückliegende Jahr müssen erst bis zum 31. Juli vorliegen.

Aber: Mit der Fristverlängerung kommt auch eine strengere Handhabe bei Verspätungen. Diejenigen, die ihre Steuererklärung nicht oder nicht fristgemäß abgeben, müssen für jeden „überzogenen“ Monat mindestens 25 Euro zahlen.

Wer sich bei einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein Unterstützung holt, kann sich noch etwas Zeit lassen – und zwar bis Ende Februar 2020. Bislang galt der 31. Dezember als Stichtag.

Gesetzesanpassung: Midijobber dürfen ab Juli mehr verdienen

Wer mehr als 450 Euro im Monat verdient, die Obergrenze von 850 Euro brutto aber nicht überschreitet, gilt als sogenannter Midijobber. Zum 1. Juli 2019 passt der Gesetzgeber diesen Verdienstrahmen an. Ab dann dürfen Arbeitnehmer in einem Midijob mehr verdienen, und zwar 1300 Euro brutto. Das ist insofern wichtig, weil nun bis zu diesem Betrag nur reduzierte Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen sind.

Und es gibt noch eine wichtige Änderung: In Zukunft erwerben Arbeitnehmer in einem Midijob die volle Rentenanwartschaft. Das bedeutet: Der Arbeitnehmeranteil muss nicht mehr aus eigenen Mitteln aufgestockt werden, um später volle Rentenleistungen zu erwerben.

Pfändungsgrenzen steigen zum 1. Juli

Die Pfändungsgrenzen werden ab dem 1. Juli um rund vier Prozent erhöht. Damit haben Menschen, gegen die eine Pfändung vorliegt, in Zukunft etwas mehr Geld. Laut Verbraucherzentrale NRW steht Betroffenen bei der Pfändung ihrer Einkommen auf der untersten Stufe fortan ein Freibetrag von 1179,99 Euro monatlich zu, beim Pfändungsschutzkonto sind künftig 1178,59 Euro geschützt.

Wichtig zu beachten: Der Arbeitgeber ist zwar verpflichtet, bei der Auszahlung des Lohns die neuen Pfändungsfreibeträge automatisch anzupassen. Dennoch sollten sich Schuldner beim Arbeitgeber oder Sozialleistungsträger erkundigen, ob sie die neuen Werte nach der Pfändungstabelle wirklich anwenden. So können sie verhindern, dass diese an den Gläubiger irrtümlich zu viel Geld auszahlen.

Quelle: Focus.de

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Wohnungsbaugenossenschaft Horst e.G.
Harthorststr. 6a
45899 Gelsenkirchen-Horst

www.wbg-horst.de